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Werkzeugavantgarde für Graphitbearbeitung Zecha-Fräserprogramm mit starker Leistung
Im
Werkzeug- und Formenbau werden immer filigranere
Strukturen und höhere Präzision verlangt. Viele
Hersteller setzen dabei auf Graphitelektroden. Da
Graphit äußerst wärmestabil und nahezu verzugsfrei
ist - erst bei zirka 3.825 Grad Celsius setzt die
Sublimation, also der Übergang vom festen in den
gasförmigen Zustand ein -, eignen sich die
Elektroden besonders gut für die Herstellung von
Formen. Um nun solche Elektroden prozesssicher
zu produzieren, kommen moderne CNC-Maschinen zum
Einsatz. Denn sie können selbst extrem maßhaltige
3-D-Konturen im µm-Bereich exakt herstellen -
Voraussetzung sind jedoch hochwertige Werkzeuge.
Engste Toleranzen Um die engen Toleranzen
bei der Elektrodenfertigung einzuhalten, sind
extrem genaue und standfeste Fräswerkzeuge nötig.
Das gilt vor allem bei der Bearbeitung von
hochabrasivem Graphit. Die
Hartmetall-Werkzeugfabrikation Zecha aus
Königsbach-Stein beweist mit ihrem Programm von
diamantbeschichteten Hartmetall-Fräsern für die
Graphitbearbeitung höchstes Know-how auf diesem
Gebiet. Bernd Kirchner vom technischen Vertrieb
und maßgeblich an der Entwicklung dieser Werkzeuge
beteiligt: „Kleinste Toleranzen von maximal 10 µm
in Durchmesser und Form sowie eine
Rundlaufgenauigkeit von nur 3 µm - das ist unsere
Welt! Bei der Herstellung kleinster Fräser,
unbeschichtet ab 0,05 Millimetern Durchmesser,
fühlen wir uns erst richtig wohl. Glatte
Oberflächen und höchste Präzision am Werkstück
sind dabei stets unsere Zielsetzung.“ Erst so sind
hohe Vorschubraten, hohes Zerspanvolumen und kurze
Bearbeitungszeiten im Produktionsprozess zu
realisieren. Diamantbeschichtung bringt
längere Standzeiten Bei den geforderten
Toleranzen im µm-Bereich wirken sich allerdings
schon dünnste Verschleißschutzbeschichtungen
negativ auf Formhaltigkeit, Durchmesser und
Rundlaufgenauigkeit aus und beeinflussen die
Qualität des Werkzeugs entscheidend. Mit diesem
Wissen wandte sich Zecha an die CemeCon AG, einen
der führenden Hersteller von Hartstoff- und
Superhartstoffbeschichtungen, der sich auf
Diamantschichten spezialisiert hat. Bei dem
Beschichtungsexperten fand Zecha genau die
Voraussetzungen, um eine Schicht zu konstruieren,
die perfekt sowohl auf die Geometrie und
Materialeigenschaften der Präzisionswerkzeuge als
auch auf die Bearbeitung des spröden und abrasiven
Graphits zugeschnitten ist. Dank Zecha
Know-how und der eingesetzten Technologie von
CemeCon arbeiten die diamantbeschichteten
VHM-Mikrofräser mit der gleichen
Rundlaufgenauigkeit wie unbeschichtete. Zudem sind
die Bearbeitungsergebnisse auf der Maschine für
den Anwender nun viel besser zu reproduzieren. Ein
weiterer Vorteil: Die relativ dicke und sehr
glatte Diamantbeschichtung verlängert die
Standzeiten erheblich. Neues Fräserprogramm
für die Graphitbearbeitung Das Fräserprogramm
von Zecha für die Graphitbearbeitung umfasst neben
diamantbeschichteten VHM-Radiusfräsern und
VHM-Schaftfräsern mit Eckenradius auch
PKD-bestückte Schaft- und Radiusfräser. Diese sind
ab einem Durchmesser von zwei Millimetern
erhältlich und spielen ihre Vorteile besonders bei
großen Durchmessern ab 8 Millimetern aus. Die
diamantbeschichteten Graphitfräser sind in zwei
Produktlinien unterteilt: die „Qualitäts-Linie“
und die „High-End-Linie“. Wer ein Qualitätsprodukt
mit optimalem Preis-/ Leistungsverhältnis für
Standardanwendungen sucht, ist mit der
„Qualitäts-Linie“ bestens beraten. Die
hochwertigen Fräser aus diesem Programm sind durch
die Großserienfertigung bei Zecha kostenoptimiert
und setzen auf bewährte Diamantschichten sowie
innovative Geometrien bei Durchmessern von 0,2 bis
6,0 Millimetern. Noch einen Schritt weiter geht
Zecha mit der „High-End-Linie“, dem Fräserprogramm
für extrem enge Toleranzen und maximale
Standzeiten. Die Produktlinie bietet garantierte,
mit Messprotokoll belegte Präzision:
Durchmessertoleranzen von 10 µm, Formgenauigkeit
von 10 µm und Rundlaufgenauigkeit von 3 µm (alle
Toleranzen in der Rotation gemessen), machen die
mit einer Hochleistungs-Diamantschicht versehenen
Fräser zum perfekten Werkzeug für prozesssicheres
Fräsen innerhalb von 10 µm. Qualität geprüft
und gesichert Modernste Messgräte sichern die
Qualität der von Zecha hergestellten Werkzeuge.
Bei der „High-End-Linie“ werden 100 Prozent der
Werkzeuge geprüft. Eine hochgenaue
3-D-Messmaschine vermisst vollautomatisch,
berührungslos und µm-genau die Mikrofräser und
dokumentiert alle relevanten Daten. Zudem wird bei
allen Fräsern eine Maßkontrolle im µm-Bereich der
Wirkdurchmesser ermittelt. Die
Identifikationsnummer wird zusammen mit der
Produktionscharge per Laser auf dem Boden des
Schafts aufgebracht. So kann jedes Werkzeug klar
identifiziert und auch noch Jahre später präzise
reproduziert werden. Der Werkzeugschaft wird durch
Lasern in seiner Genauigkeit nicht beeinträchtigt
und ist dadurch bestens zum Einsatz mit
Schrumpffuttern geeignet. Fazit Für das
prozesssichere Bearbeiten von Graphitelektroden
sind hochwertige diamantbeschichtete oder
PKD-bestückte Präzisionswerkzeuge nötig - in
kleinsten Durchmessern und mit hoher Form- und
Rundlaufgenauigkeit. Solche µm-genauen Toleranzen
sind das Qualitätskriterium von Zecha. Durch die
gezielte Kombination von optimierter Geometrie,
präzisem Schliff und exakt angepasster glatter
Diamantbeschichtung bilden die hochwertigen
VHM-Fräser von Zecha die Werkzeugavantgarde für
die Graphitbearbeitung.
Artikel erschienen in WT 101 auf Seite 84.
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