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Guter „Ruf“: Brikettieranlagen pressen maximalen Wert aus Metallspänen
Für viele
Unternehmen der spanenden Fertigung sind Späne
lästiges Abfallprodukt, das keinen Wert hat, aber
viel Platz und damit Geld kostet. Richtig ist,
dass sich Späne nicht vermeiden lassen; falsch ist
dagegen, dass sie keinen Wert haben, und der
Platzbedarf lässt sich einfach reduzieren.
Voraussetzung dafür ist lediglich eine
Brikettieranlage – wie sie die Ruf GmbH & Co.KG,
Zaiserthofen, herstellt – die direkt an das
Bearbeitungszentrum angebaut wird. Kurze
Amortisationszeit Eine speziell angepasste
Brikettier-anlage kostet in der Regel einen
Bruchteil der Fräs- oder Drehzentren und
amortisiert sich nach Erfahrung von Dipl.-Ing.
(FH) Roland Ruf, Entwicklungsleiter der Firma Ruf,
häufig bereits innerhalb eines Jahres, denn die
daraus resultierenden Vorteile sind sehr
vielfältig. Er erklärt: „Am auffälligsten ist
die Volumenreduzierung der Späne in einem
Verhältnis von etwa 20:1. Bei voluminösen Spänen
sogar bis zu 50:1. Da kann so mancher
Lagercontainer abgeschafft werden, was – je nach
Lage des Fertigungsbetriebs – die
Flächenmietkosten reduziert oder Platz für weitere
Bearbeitungsmaschinen frei gibt.“ Die größeren
Einsparpotenziale werden oft erst auf den zweiten
Blick deutlich. So erreichen die komprimierten
Metallbriketts etwa beim Wiedereinschmelzen eine
um bis zu 10 Prozent höhere Ausbringung, da der
Abbrand beim Schmelzen von losen Spänen viel
größer ist. Entsprechend höher ist der am Markt
erzielbare Preis pro Tonne beim Verkauf der
Briketts. Unternehmen mit eigener Gießerei können
die Vorteile direkt nutzen und auf einfache Weise
Metall in bekannter Qualität herstellen.
Brikettieranlagen sind einfach und
effizient Das Prinzip der Brikettieranlagen von
Ruf ist einfach und effizient: Die bei der
Fertigung anfallenden Späne werden automatisch
über Förderschnecken aus dem Arbeitsraum zum
Presszylinder transportiert. Je nach Bedarf
erzeugen diese mit Hilfe eines 4 bis 75 kW starken
Hydraulik-Aggregats einen Druck von über 5.000
kg/cm². So schaffen die Brikettiermaschinen von
Ruf bei Metallspänen einen Durchsatz von rund 95
kg/Std. (bei 4 kW) bis 3000 kg/Std. (bei 75 kW)
und bringen die Briketts auf handliche Maße.
Angenehmer und wirtschaftlicher Nebeneffekt des
Brikettiervorgangs: Die Anlage presst aus den
Spänen die anhaftenden Kühlschmierstoffe und führt
sie direkt in den Filterkreislauf des
Bearbeitungszentrums zurück. So reduziert sich der
Verbrauch der teuren Schmiermittel deutlich.
Gleichzeitig wird einem Problem vorgebeugt, das
die Entsorgung von Spänen oder Schlämmen mit einer
Restfeuchte von mehr als fünf Prozent betrifft:
Ihre Entsorgung ist enorm teuer. Einen weiteren
mit der Späneentsorgung verbundenen Vorteil wissen
insbesondere Mitarbeiter zu schätzen, die mit dem
Reinigen der Bearbeitungsmaschinen betraut sind.
Die Brikettieranlagen von Ruf sind mit
Zuführschnecken ausgestattet, die für einen
automatischen Späneaustrag sorgen. Dadurch bleiben
kaum Reste von Metallspänen und Schmierstoffen in
den Arbeitsräumen, die sonst von Hand mühselig
entfernt werden müssten. Roland Ruf stellt dazu
fest: „Mitarbeiter, die diese Arbeit schon gemacht
haben, sind dankbar. Außerdem spart jedes
Unternehmen dadurch wertvolle Arbeitszeit, die für
produktive Tätigkeiten eingesetzt werden
kann.“
Artikel erschienen in WT 102 auf Seite 102.
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