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KSEM Geometrie und Sorte für rostfreien Stahl
Die patentierte HPL(M)-Geometrie erzeugt ohne stirnseitige Spanteilernuten insgesamt vier einzelne Späne. Ein Spänestau wird somit konstruktiv vermieden, da die vier kleineren Späne schneller und reibungsfreier durch die Spannuten abgeführt werden können als zwei große Späne. Unerwartete Bohrerbrüche sind nahezu ausgeschlossen und selbst Anwendungen bis 10xD durchaus möglich. Mahlende bzw. quietschende Geräusche, die bei der Bearbeitung von nichtrostendem Stahl bisher üblich waren, gehören aufgrund der besseren Spankontrolle der HPL(M) Geometrie der Vergangenheit an.
Als konsequente Weiterentwicklung des Kennametal HP-Anschliffs ist auch der HPL(M)-Anschliff selbst in hoch zähen Werkstoffen in der Lage, Vorschübe zu meistern, die weit oberhalb des Wettbewerbs liegen. Mit der neuen PVD-AITiN beschichteten Sorte KC7320, die speziell für den HPL(M)-Anschliff entwickelt wurde, sind aufgrund hoher Temperaturstabilität und Verschleißfestigkeit zusätzlich erhöhte Schnittgeschwindigkeiten bei gleichzeitig höheren Standwegen möglich.
Prozesssicherheit, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer sind die herausragenden Merkmale dieses Schneidkörpers. Eine Wiederaufbereitung des Schneidkörpers würde diese Merkmale in Frage stellen und wird somit auch nicht angeboten.
Die KSEM-HPL(M)-Schneidkörper können in Standard-Werkzeughalter eingesetzt werden und sind ohne Einschränkungen für alle Anwendungen in austenitischen Stählen (Zerspanungsgruppe 14.1 und 14.2) nutzbar. Insbesondere im allgemeinen Maschinenbau und dem Energieerzeugersektor liegen die Hauptanwendungsgebiete der neuen KSEM-HPL(M) Geometrie. Verfügbar ist die neue HPL(M)-Geometrie im kompletten KSEM Durchmesserbereich ab Lager von 12,5 bis 40 mm.
Artikel erschienen in WT 102 auf Seite 15.
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