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Beschichtungsberatung muss endlich Teil der Schleifdienstleistung werden
Systemen für das Schärfen von Spiralbohrern, hatte war vom 12. bis 15. März 2008 an der Augsburger Schleiftechnikschau vertreten und sah sich mit überraschend drängenden Fragen konfrontiert.
Wie viel Beschichtung verträgt ein Werkzeug überhaupt? Und dies wie oft? Mit solchen Fragen war der Schleifspezialist auf der Messe wiederholt konfrontiert worden. „Manche unserer Standbesucher berichteten, wie bei ihren Tools durch wiederholtes Beschichten die gegenteilige Wirkung erreicht worden war: Belastbarkeit und Standzeiten waren gesunken, die Werkstückoberflächen rauer geworden und der Umlaufbestand an Werkzeugen gestiegen.“ Technisch sei dieses Phänomen ebenso leicht erklärbar wie betriebswirtschaftlich kontraproduktiv.
‚Viel hilft viel’ gelte beim Werkzeugbeschichten nicht. Immer noch nicht gehöre es zwingend zum Leistungstausch zwischen Schleiferei und Kunden, dass letzterer ausführlich über die Grenzen der Beschichtung informiert werde. „Gezielt beschichten heißt, dass man mögliche Spannungen zwischen den einzelnen Hartstofflagen berücksichtigt und nicht einfach eine weitere Schicht aufgetragen wird“, sagt Wecker. Insoweit ergebe es oft Sinn, das Werkzeug vor dem Schärfen zunächst von vorherigen Überbeschichtungen zu befreien.
Kompetente Beratung hierzu müsse endlich zum Leistungsstandard jeder Werkzeugschleiferei werden, unterstreicht
Clemens Wecker. Der Geschäftsführer der Brinkmann+Wecker GmbH ist insoweit gespannt auf die nächste Ausgabe der Grindtec 2010.
Artikel erschienen in WT 103 auf Seite 24.
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