|
Erfolgreiche Synergiepartnerschaft
Während
der Produktionsstandort Deutschland vor Jahren als
Auslaufmodell propagiert wurde, setzten visionäre
und mutige Unternehmer davon unbeirrt auf die
positiven Faktoren in Deutschland und sind damit
auch weltweit erfolgreich. Die Qualität der
Facharbeitskräfte, die exzellente Infrastruktur
und die Optimierungspotentiale mit
Technologiepartnern am Puls des Marktes sind für
diese Unter-nehmer entscheidende Erfolgsfaktoren.
Göltenbodt Präzisionswerkzeuge mit Sitz in
Leonberg setzt seit Jahrzehnten mit
voreinstellbaren Werkzeughalter-Systemen auf die
konsequente und dauerhafte Reduzierung der
Fertigungskosten und trägt damit auch zur
Sicherung des Fertigungsstandortes Deutschland bei
vielen seiner Kunden bei. Bestes Beispiel für die
Vereinbarkeit weltweiten Erfolges und dem
gleichzeitigen Ausbau heimischer
Fertigungsstandorte ist die Berger-Gruppe mit Sitz
der Holding in Memmingen. 1955 von Alois Berger
gegründet, ist die Berger-Gruppe heute der
weltweit größte Hersteller von
Präzisionsdrehteilen im Familienbesitz. Unter
dem Dach der Holding sind dreizehn
Einzelunternehmen mit Produktionsstandorten in
Deutschland, Schweiz, Kanada, USA und Polen
zusammengefasst. Mit einer
Gesamt-Produktionsfläche von über 60.000 m², 1600
Mitarbeitern und über 200 Mio. ¤ Umsatz ist Berger
führender Anbieter von einbaufertigen
Präzisionsdrehteilen,
Präzisions-Maschinenbauteilen, Baugruppen und
Kugelgewindegetrieben in Europa und
Amerika. Verlässlicher Partner der
Automobilindustrie Als Spezialist für Präzision
hat die Berger-Gruppe die Automobilbranche
erobert. Jeder große Automobilkonzern ist heute
direkt oder über Zulieferer Kunde von Berger.
Berger Präzisionsdrehteile bewähren sich
tagtäglich millionenfach in
Diesel-Einspritzpumpen, ABS- und ARS-Systemen,
Vergasern oder Ventilen etc. Parallel zur
globalen Expansion mit strategischen
Fertigungsstandorten im Ausland hat die
Berger-Gruppe konsequent in den Ausbau der fünf
deutschen Unternehmen investiert. Für Frau
Marianne Berger-Molitor, Marketing- Leiterin der
Berger-Gruppe, ist dies der Schlüssel zum
weltweiten Erfolg: „Die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Fertigungstechnologien, eine
eigene Härterei mit einzigartigen Härteverfahren
und die enge Abstimmung mit Synergiepartnern vor
Ort schaffen Mehrwerte, die sich dann konsequent
auch in unseren weiteren, ausländischen Standorten
übertragen lassen.“ Gerald Ray,
Geschäftsführer von Göltenbodt, betont mit Stolz,
dass Göltenbodt bereits seit Jahrzehnten Lieferant
und Technologiepartner der Berger-Gruppe ist. In
dieser Zeit wurden in mehreren Berger-Werken im
In- und Ausland nicht nur eine Vielzahl von
GWS-Standard-Werkzeughaltersystemen eingesetzt,
sondern auch Sonderlösungen realisiert, die exakt
auf die Anforderungen von Berger abgestimmt
wurden. Norbert Gumina, Abteilungsleiter
CNC-Mehrspindler bei Berger, bestätigt: „Für uns
ist Göltenbodt ein Technologie-Partner, den wir
bei neuen, technologischen Anforderungen gerne
einbinden.“ Individuelle Kundenlösungen im
Mittelpunkt Gerade in der engen Zusammenarbeit
und der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen
wurden bereits einige Projekte gut umgesetzt so
Gerald Ray. Hier bringt Göltenbodt mit seiner
jahrzehntelangen Erfahrung und seinem breiten
Produktspektrum eine weitere Stärke ein. Norbert
Gumina bringt es für die Berger-Gruppe auf den
Punkt: „In der Realisierung neuer Lösungen wie
z.B. dem Hydro-Spannfutter greifen wir gerne auf
die GWS-Produktvielfalt und die technische
Kompetenz von Göltenbodt zurück. Aber auch bei
Aufgabenstellungen wie z.B. dem Kalibrieren auf
Mehrspindeldrehautomaten schätze ich die Nähe und
den direkten Draht zu den
Göltenbodt-Konstrukteuren, die immer eine schnelle
und wirtschaftliche Lösung parat haben.“ Das
äußerst breite Leistungsspektrum von Berger in
Kombination mit Klein-, Prototypen- und
Großserienfertigungen erfordert vom
Technologiepartner Göltenbodt höchste Flexibilität
und Service-Qualität in der Zusammenarbeit. Das
Unternehmen Göltenbodt spielt im Bereich der
Berger-Fertigung speziell auf
Mehrspindeldrehautomaten eine wesentliche Rolle in
der Reduzierung von Werkzeugwechselzeiten. Bei
Großserien steht die Zeitreduzierung beim
Werkzeugwechsel im Mittelpunkt, während bei Klein-
und Vorserien das voreingestellte Rüsten mit
GWS-Werkzeughaltern voll zum Tragen kommt. Gerade
die effiziente Vorserien- und
Prototypen-Fertigung spielt für die
Berger-Gruppe, so Marketing-Leiterin Frau
Berger-Molitor, durch die enge Zusammenarbeit
mit allen bedeutenden Automotive-Herstellern eine
immer wichtigere Rolle: „Die hervorragende
Maßgenauigkeit und Präzision der GWS-Systeme
schätze ich ganz besonders in unserer
Zusammenarbeit. Dies war für uns
ausschlaggebend in einer grundsätzlichen
Weichenstellung, auch in Zukunft mit Göltenbodt
eng zusammen zu arbeiten.“ Voreinstellbarer
Werkzeughalter zur Reduktion unproduktiver
Stillstandzeiten Mit seinen voreinstellbaren
GWS-Werkzeughalter-Systemen gilt Göltenbodt als
Pionier in der Reduktion unproduktiver,
werkzeugbezogener Stillstandzeiten bei Ein- und
Mehrspindeldrehautomaten. Überragender Vorteil ist
die Voreinstellbarkeit der GWS-Werkzeughalter
außerhalb der Maschine für Folgeaufträge und
Werkzeugwechsel während der laufenden Produktion
in X-, Z- und Y-Achse, sowie in der Parallelität.
Alle GWS-Werkzeughalter sind standardmäßig mit
innerer Kühlmittelzufuhr für Drücke bis 35 bar
ausgerüstet, höhere Drücke bis 100 bar sind auf
Wunsch lieferbar. Die hohe Flexibilität, eine
Wechselgenauigkeit von besser als 0,01 mm und die
einfache Handhabung sind weitere überragende
Leistungsmerkmale der GWS-Werkzeugwechsel-Systeme.
Wichtig für die Wirtschaftlichkeitsrechnung der
Göltenbodt-Kunden ist, dass die Amortisationszeit
bei Ausschöpfung aller GWS-Vorteile bei nur ca. 1
Jahr liegt. Kundenspezifische Sonderlösungen
entwickeln sich immer mehr zur zweiten bedeutenden
Säule des Leonberger Unternehmens. Zu diesen
Lösungen zählen z.B. Einstechschieber,
Langdrehschieber, U-Achsen für CNC-Mehrspindler,
Kegelschieber, Abstecheinheiten mit zusätzlicher
X-Achse für Hinterbohren mit bis zu 3
Bohrwerkzeugen, sowie Schnellbohrspindeln und
viele weitere Sonderprodukte. Für Göltenbodt ist
die Zusammenarbeit mit der Berger-Gruppe bestes
Beispiel, wie man mit einer offensiven und
positiven Grundhaltung zum Erfolg beider Partner
alle im Leistungsspektrum möglichen
Kostenein-sparungspotentiale hochwirtschaftlich
realisieren kann. Erster Schritt ist für
Göltenbodt Geschäftsführer Gerald Ray immer ein
persönliches Gespräch mit dem Kunden, in dem sein
aktueller Technologiestand, die Zielsetzungen und
die Rationalisierungspotentiale besprochen
werden.
Artikel erschienen in WT 103 auf Seite 74.
Zuruck zur Inhaltsverzeichnis Heft Nummer 103