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Glänzende Bearbeitung
Der neue
CoolPulse™ ECM-Prozess vereint fünf
Schlüsselfunktionen: Entfernen von Mikrograten,
Polieren, Reduzieren von Spannungen, Reinigen und
Passivieren (d.h. Entfernen von losen
Metallpartikeln) – alles in einem einzigen
Bearbeitungsprozess. Dabei werden die Teile weder
mechanisch noch thermisch beansprucht und es ist
eine hohe Wirtschaftlichkeit in der Produktion
gegeben. Ein „cooler“ und umweltfreundlicher
Prozess Beim CoolPulse ECM-Verfahren wird das zu
bearbeitende Werkstück in eine Elektrolytlösung,
das „flüssige Werkzeug“, getaucht und eine
Spannung angelegt. Zum Einsatz kommt ein ganz
spezieller Elektrolyt: Es handelt sich um eine
gekühlte, nicht dampfende, geruchsfreie und nahezu
pH-neutrale Lösung, die den Umgang sehr sicher und
umweltfreundlich macht. Der Elektrolyt besitzt
einen hohen elektrischen Widerstand, wodurch Grate
und Erhebungen an Oberflächen ganz gezielt und
ohne Beeinflussung des Materialgefüges abgetragen
werden. Außen liegende Oberflächen können meist
ohne komplizierte und auf das Werkstück
abgestimmte Kathoden bearbeitet werden. Mit der
gleichen Elektrolytlösung lässt sich eine Vielzahl
verschiedener Metalle bearbeiten, ohne dass der
Elektrolyt ausgetauscht werden muss. Lediglich die
Prozesswerte an der Maschine sind neu
einzustellen. Glänzende
Ergebnisse CoolPulse ist zwar auf die
Kantenbearbeitung (Entgraten) ausgerichtet,
dennoch ist eine erhebliche Verbesserung und
Reinigung der Oberfläche ein sich aus dem Prozess
ergebendes Nebenprodukt. CoolPulse ist in der
Lage, raue Oberflächen zu entfernen - Ra 2,5 bis 5
µm - und äußerst glatte Oberflächen bis zu Ra
0,1 µm zu generieren. Dabei werden auf
Edelstahl spiegelähnliche und auf Aluminium
glänzende bis matte Oberflächen erzielt. „Auch
die Prozesszeiten sind ein herausragendes
Prozessmerkmal“, so Jim Koroskenyi, Produktmanager
bei Extrude Hone. „Der CoolPulse-Prozess ist
bedeutend schneller als das herkömmliche
Elektropolieren. Die durchschnittlichen
Zykluszeiten reichen von 15 Sekunden bis zu 3
Minuten; kleinere Komponenten nehmen 10 bis 15
Sekunden in Anspruch.“ CoolPulse ist besonders
geeignet für kleine bis mittelgroße Werkstücke,
die von Haus aus sehr empfindlich sind oder
komplexe Formen aufwiesen. Typische
Anwendungsbereiche sind medizinische Komponenten,
wie Scheren, Stents, Skalpelle oder orthopädische
Implantate, außerdem anspruchsvolle Teile für die
Luftfahrt, die Halbleiterindustrie und den
Automobilbereich. Die CoolPulse ECM-Technologie
von Extrude Hone ist einsetzbar bei nahezu allen
herkömmlichen Metallen und
Metalllegierungen.
Artikel erschienen in WT 103 auf Seite 86.
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