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Ideale Fertigungsinsel für kleine Losgrößen
In
Dillingen, rund 18 Kilometer vom Stammwerk in
Sontheim entfernt, fertigt Röhm hauptsächlich die
Produktbereiche Schraubstöcke, Drehfutter und die
zugehörigen Backen sowie eine große Bandbreite an
kundenindividuellen Sonderspannvorrichtungen. „Die
Welt der Spanntechnik dreht sich rasant.
Technischer Fortschritt, voranschreitende
Globalisierung - auch mit schärfstem
Konkurrenzdruck - sowie wachsende
Kundenanforderungen sind Motor für stetige
Neuentwicklungen. Dabei steht für mich die
ökonomische, effiziente Fertigung im Vordergrund.
Denn Effizienz ist knallharte, teilebezogene
Stückkostenkalkulation. Die ist mir inzwischen zum
Hobby geworden.“ Georg Röhm, Werksleiter in
Dillingen und seit 1963 im Unternehmen, kennt dort
nicht nur jede Schraube, Maschine und jeden
Arbeitsprozess, sondern steht mit seinen 300
Mitarbeitern täglich vor der Herausforderung,
wirtschaftlich zu fertigen. Und nichts liegt dabei
näher, als bei den Produkten den Hebel anzusetzen,
die in der eigenen Fertigung zum Einsatz kommen.
Das Ergebnis kann sich sehen
lassen: Maschinenperformance für
Totalbearbeitung voll nutzen Mit den neuen
Aufspanntürmen, zum Beispiel bestückt mit
NC-Kompakt-Doppelspannern RKD, lassen sich nun die
Maschinenkapazitäten voll ausnutzen. Die
Spanntürme ergänzen die jeweiligen
Bearbeitungszentren zu einer idealen
Fertigungsinsel für die Serienproduktion. Georg
Röhm: „Wenn ich das zu bearbeitende Werkstück als
schwarzes Eisen im Block auf der Maschine habe,
dann will ich das Teil nach der
Komplettbearbeitung nicht mehr sehen, außer im
Fertigwaren-Lager.“ Klare Worte, die jeder
Produktionsleiter gerne hört. Dabei ist das
Prinzip einfach und doch äußerst effektiv:
Während beispielsweise in der Be- und
Entladestation die Werkstückspannung vorbereitet
sowie eventuell notwendiges Nacharbeiten, wie etwa
manuelles Entgraten, durchgeführt werden, erfolgt
im Arbeitsraum die Werkstückbearbeitung. Georg
Röhm: „Spezielle Aufgabenstellungen und
Fertigungsprobleme können somit kostengünstig und
zweckmäßig gelöst werden. Dabei werden Nebenzeiten
zu Hauptzeiten, da ohne Maschinenstillstand
bearbeitet wird. Für Stückzahlen von 30 bis 100
sind die Aufspanntürme am wirtschaftlichsten
einzusetzen, denn sie sind bei solch kleinen
Chargen sehr viel günstiger, als eine spezielle
Sonderspannvorrichtung zu bauen. Und bei Losgrößen
unter zehn Stück kann das Werkstück direkt auf den
Turm gespannt werden.” Einfache Handhabung,
kurze Wege, schnelle Rüstbarkeit Beispielhaft
ist der NC-Kompakt-Doppelspanner RKD. Schnell
umrüst- und flexibel einsetzbar ist er für Klein-
aber auch für größere Serien als
Allround-Spannmittel bestens prädestiniert -
idealerweise auf horizontalen Palettenmaschinen,
als Turmvariante oder auch auf vertikalen
Starrtischmaschinen. Dabei glänzt das System
durch eine einzigartige Flexibilität. Verschiedene
individuelle Spannbackenvariationen lassen sich
als modulare Einheiten in kürzester Zeit
installieren. Damit kann der Hersteller äußerst
flexibel auf verschiedene Aufträge reagieren.
Das System hat eine Spannkraftvoreinstellung mit
Blockiereinrichtung, die Kraft-übertragung ist
selbsthemmend und der Schraubstock wird auch bei
maximaler Spannkraft nicht überlastet. Durch
den mechanischen Kraftverstärker wirken hohe
Spannkräfte bis zu 4 Tonnen bei sehr hoher
Wiederholgenauigkeit auf die Werkstücke. Anwendern
bieten sich beispielsweise mit den
RKD-Doppelspannern mehrere Aufspannmöglichkeiten:
Als Doppelspanner liegend auf dem Maschinentisch
(2 Werkstücke); als Doppelspannturm (Duo) stehend
auf dem Maschinentisch (4 Werkstücke) und als
4-fach-Aufspannturm (Quatro) stehend auf
Horizontal-Fräs- und Bearbeitungszentren (8
Werkstücke). Durch den Einsatz von
Sonderspannbacken und den
Präzisions-Auflageleisten „Cliparc“ für
gleichbleibende Positionierung der Werkstücke kann
die Vielfältigkeit dieses Spannsystems erheblich
erweitert werden. Georg Röhm: „Wieviele
Schraubstöcke aufgespannt werden, ist idealerweise
von der Bearbeitungszeit und der Bestückung
abhängig. Wenn beides aufeinander abgestimmt ist,
läuft der Prozess optimal.” Mittels der modernen
NC-Steuerungsanlagen an den Bearbeitungszentren
wird die Programmierung von Mehrfachaufspannungen
erheblich erleichtert, was einen flexiblen Einsatz
in der Fertigung ermöglicht. Wichtig ist, dass die
Spannsysteme genauso flexibel sind wie die ganze
Maschine. Georg Röhm: „Deshalb empfehlen wir
beispielsweise den RKD, der in Flexibilität und
bei der Serienfertigung die besten
Spannvoraussetzungen für hohe Rationalität und
schnelle Span- und Spannzeiten bietet. Das ergibt
eine enorme Zeitersparnis etwa durch wenige
Werkzeugwechsel und kurze Verfahrwege. Die
Erfahrung aus unserer Produktion zeigt
eindrucksvoll, dass sich zum Beispiel ein Duo Turm
im Bereich der Backenfertigung bereits nach
kürzester Zeit amortisiert und die Nebenzeiten
komplett zu Hauptzeiten werden.“
Artikel erschienen in WT 104 auf Seite 96.
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