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Enge Kontakte führen zu innovativen Zerspanungslösungen
ATI Stellram, als ausgewählter Kooperationspartner für dieses spezielle Projekt, und sein Mission Critical Metallics-Team standen vor der Herausforderung, eine Reihe von Strategien für die Entwicklung hochleistungsfähiger Zerspanungslösungen zu identifizieren. “Um den Einsatz von Titan anstelle von hochfestem 300M-Stahl in unseren Fahrwerkbauteilen auszuweiten, war für uns entscheidend, mehr über diese neuen, komplexen Werkstoffe und deren Bearbeitungseigenschaften in Erfahrung zu bringen,” erklärte Philip Spiers, Entwicklungsleiter Produktion im britischen Messier-Dowty-Werk in Gloucester, England. “Bei unserer Entscheidung, mit ATI Stellram an diesem Projekt zusammenzuarbeiten, spielten sowohl unsere bewährte, nun schon seit mehr als 20 Jahren andauernde Geschäftsbeziehung als auch ATI Stellrams umfassende Erfahrung im Bereich schwer zu zerspanender Werkstoffe eine Rolle,” fügte er hinzu. Dass ATI Stellram auf die Kompetenzen von Schwestergesellschaften wie die Sondermetallproduzenten ATI Allvac, ATI Allegheny Ludlum und ATI Wah Chang zugreifen kann, stellte für das Projekt weitere Vorteile dar, ergänzte Philip.
Zu den neuen Lösungen, die das ATI Stellram-Team unter der Leitung von Global Aerospace Manager John Palmer entwickelte, gehört die Einführung des Igel-V-Fräsers StellramÒ 5230VS, der 35 StellramÒ X500 Wendeplatten aufnimmt. Der Fräser dient zur Bearbeitung des Außenringes und des Innenzylinders einer Betätigungsstange, die Bestandteil des Fahrwerks für den vollständig neuen Boeing 787 Dreamliner ist. “Die Bearbeitung dieses Gestängeteils war zuvor wegen eines Vibrationsproblems ziemlich heikel. Das neue Stellram-Werkzeug ist jedoch unter Schnittdruck stabiler und wesentlich ruhiger und eliminiert somit Schwingungen, welche die Vibrationen verursachten,” kommentierte John Palmer. “Dieser neue Igel-V-Fräser ist speziell für die Zerspanung von Werkstoffen der neuen Generation, wie z.B. Titanbasislegierungen, konzipiert und trägt dazu bei, die Produktivität und das Zeitspanvolumen zu steigern,” fügte er hinzu.
Der Erfolg dieser Lösung bewog das Messier-Dowty Engineering-Team auch, die Einsatzmöglichkeit dieses neuen Werkzeugs sowohl an einer anderen Stelle derselben Baugruppe als auch für eine Kopierfräsanwendung an einem Stahlwerkstück, das Bestandteil eines anderen Flugzeugfahrwerks ist, zu untersuchen. In anderen Bereichen des Luftfahrtsektors verzeichnet das Unternehmen ATI Stellram von Flugzeugbauteileherstellern in Europa eine starke Nachfrage nach seinen kundenspezifisch konzipierten Fräswerkzeugen. Seine in Deutschland, in der Schweiz und in Großbritannien tätigen Konstruktions- und Fertigungsteams wurden in den letzten 12 Monaten mit einem starken Anstieg der Aufträge für spezielle Werkzeuglösungen konfrontiert. Einer der größten Wachstumsbereiche ist die
Entwicklung anwendungsspezifischer Werkzeuge für die Bearbeitung von Nickel- und Titanlegierungen.
Die enorm steigende Nachfrage nach Hochleistungswerkzeugen für schwerzerspanbare Werkstoffe zeigt sich auch in ATI Stellrams Erfolg auf der Farnborough International Air Show, wo das Unternehmen eine Rekordzahl von Anfragen für seinen Hochvorschubfräser vom Typ StellramÒ 7792VX und großes Interesse für seine speziell auf die Bedürfnisse beim Drehen angestimmte 4E-Geometrie verzeichnete.
Artikel erschienen in WT 107 auf Seite 24.
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