|
Kooperation beim Glanzdrehen
Die Firma Horn, Spezialist für das Bearbeiten zwischen den Flanken, und die Firma H10, Spezialist für die Bearbeitung von Industriediamanten, kooperieren seit Anfang dieses Jahres bei der Herstellung von Werkzeugsystemen zum Glanzdrehen. Die Firma H10 aus Engelsbrand bei Pforzheim verfügt über eine vierzigjährige Erfahrung und kann auch für anspruchsvolle Aufgaben die am besten geeigneten Werkzeuge liefern. Mit der zunehmenden Bedeutung der Diamantbearbeitung wächst aber auch die Zahl der Anwendungen, die ein spezielles Werkzeug-Know-how erfordern. Für diese Aufgaben kann Firma Horn jetzt die erforderlichen Werkzeuge anbieten – von der vorbereitenden Zerspanung bis zur Herstellung hochglänzender Oberflächen.
Zu Beginn der Kooperation werden die Schneidplatten der Horn-Werkzeugsysteme S117 und S105 mit Diamanten bestückt. Beim Einsatz dieser Werkzeuge auf den für das Glanzdrehen konzipierten Drehmaschinen sind auf den gedrehten Oberflächen selbst bei hoher Vergrößerung keine Riefen zu erkennen. Die Rauhigkeit Rz liegt unter 0,1 µm.
Glanzdrehen war schon immer ein besonders edles und wegen der spiegelnden Oberflächen vorwiegend in der Schmuck- und Uhrenindustrie angewandtes Verfahren. Heute sind glanzgedrehte Produkte auch in der Automobil-, Optik-, Unterhaltungs- und Sanitärindustrie, der Lichttechnik und bei hochwertigen Schreibgeräten gefragt. Durch Glanzdrehen lassen sich an Werkstücken aus NE-Metallen wie Gold, Silber, Platin, Messing, Aluminium, Kupfer und Rotguss sowie aus Kunststoffen wie Acryl (PMMA) und Poycarbonat (PC) Oberflächen erzeugen, die mit der eines Spiegels vergleichbar sind. Nacharbeiten durch Schleifen oder Polieren sind nicht mehr erforderlich und im Gegensatz zum Polieren bleiben die Konturen und Maße exakt erhalten. Um solche ebenen, gleichmäßigen und hochglänzenden Oberflächen im Nanobereich zu erhalten, muss auch die Drehmaschine hohe Anforderungen erfüllen und beispielsweise über hydrostatische Lager und luftgelagerte Spindeln verfügen. Mit konventionellen Maschinen erreicht man zwar ebenfalls eine glänzende, aber in ihrem Gesamtbild leicht unruhige Oberfläche.
Artikel erschienen in WT 108 auf Seite 9.
Zuruck zur Inhaltsverzeichnis Heft Nummer 108