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In die Zukunft investieren
Nicht
allein die Fassade der Paul Horn GmbH in Tübingen
beeindruckt. Auch im Innenbereich präsentiert sich
dem Besucher eine moderne und helle Architektur,
die eine angenehme Arbeitsatmosphäre vermuten
lässt. Bestätigt wird der Eindruck auch in den
Produktionsbereichen. Neben Stein und Glas
investierte das Unternehmen sichtbar und stetig in
modernste Maschinen und Anlagen zur Herstellung
von Hochleistungswerkzeugsystemen. Horn
investiert in die Zukunft. Die eigenständige
Lehrwerkstatt ermöglicht derzeit 33 Auszubildenden
eine Ausbildung auf höchstem Niveau und mit
neuestem Equipment. Jährlich erhalten weitere 15
junge Menschen bei Horn die Chance, eine
Ausbildung zum Industriemechaniker zu absolvieren.
Nach eigenen Aussagen verfolgt Horn konsequent das
Ziel, ständig rund 60 Auszubildende zu
beschäftigen. Rund 55 Mio. ¤ hat der
Präzisionswerkzeughersteller 2008 und 2009 in
Frankreich und Deutschland in Gebäude und
Maschinen investiert. „Wir haben allein für die
Schleiferei 80 neue Maschinen dazubekommen und
weitere folgen“, so der Geschäftsführer Lothar
Horn. Für 2010 und 2011 sind weitere Investitionen
von ca. 25 Mio. geplant. So entsteht in
Tübingen für den Bereich Hartstoffe ein neues
Gebäude mit 5.000 m², um sämtliche
Formgebungsprozesse im eigenen Haus zu
haben. Obwohl auch die Paul Horn GmbH von der
Krise nicht verschont wurde, blieb die
Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Umsatz stabil.
Rund 800 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen
weltweit (820 in 2008) obwohl sich der Umsatz in
2009 nach Jahren des steigen Wachstums erstmals
von 164 Mio. ¤ auf 105 Mio. ¤ deutlich
verringerte. In Deutschland verzeichnete Horn im
vergangenen Jahr einen Umsatz von 67 Mio. ¤. Für
das laufende Jahr plant Lothar Horn am Standort
Deutschland mit einem Umsatz von 95 Mio. ¤. „Es
geht definitiv aufwärts und wir haben deshalb die
Kurzarbeit schon im Februar wieder eingestellt“,
konstatiert Lothar Horn. Produktpalette für
anspruchsvolle Anwendungen erweitert Horn bietet
seinen Kunden heute rund 15.000 Standardartikel in
den Bereichen Drehen, Fräsen, Nutstoßen. Neu hinzu
gekommen sind das Bohrsystem DD auf
Wechselkopfbasis und das Reibwerkzeugsystem DR
sowie Werkzeuge zur Endbearbeitung von
Ölfeldrohren. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller
von Diamantwerkzeugen, der Firma H10 aus
Engelsbrand, forciert Horn auch die Bereiche
Hochglanzdrehen und –fräsen. Neben den
Standardprodukten haben die Spezialisten über die
Jahre rund 80.000 Sonderlösungen für Kunden
entwickelt. Auf den Technologietagen 2010 konnten
sich die Besucher über die neuen aber auch
bewährten Produkte praxisorientiert ein Bild
machen. Interessante Vortragsreihe auf den
Horn-Technologietagen Schon die ersten
Technologietage im vergangenen Jahr waren ein
großer Erfolg. In diesem Jahr nutzen 1.400
Interessierte die Möglichkeit, sich in 8
Fachvorträgen über neueste und effiziente
Anwendungen rund um den modernen Werkzeugeinsatz
zu informieren. Ergänzt wurden die Vorträge durch
Praxisdemonstrationen in der Fertigung. Eigens
dafür wurden zusätzliche Maschinen der Hersteller
EMAG, Benzinger, Unitube und DMG installiert. „Die
Technologietage 2010 waren sehr erfolgreich und
unsere Gäste bestätigten uns die hohe Qualität der
Fachvorträge und Live-Demonstrationen“, freute
sich Rose Bauer, Leiterin des Marketings bei der
Paul Horn GmbH. Das im Jahr 1969 in Waiblingen
gegründete Unternehmen setzt auf Fortschritt
bekennt sich zum Standort Deutschland. Die
getätigten und geplanten Investitionen sprechen
eine deutliche Sprache. Die technischen
Kapazitäten wurden verdoppelt und ein flexibles
Arbeitszeitmodell ermöglicht dem Unternehmen,
Kundenwünsche schnell zu realisieren. Somit
scheint das Unternehmen für die Zukunft gut
gerüstet. Für Geschäftsführer Lothar Horn ist
klar: „Die Krise ist Vergangenheit und wir blicken
in die Zukunft“.
Artikel erschienen in WT 114 auf Seite 22.
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