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Bestens passende Kombination Bei der Mikrobearbeitung überzeugen Werkzeuge von DIXI auf Maschinen von Kern
Die Kern
Micro- und Feinwerktechnik GmbH&Co. KG in Murnau
hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1962 zu einem
Spezialisten mit fundiertem Know-how in der
Mikrobearbeitung entwickelt. Heute beschäftigen
sich über 130 Mitarbeiter an zwei Standorten mit
der Entwicklung von Maschinen sowie mit der
Auftragsfertigung von Mikrobauteilen. Im
bayerischen Eschenlohe konstruiert und produziert
das Unternehmen hochwertige Bearbeitungszentren
zum Bearbeiten von Werkstücken mit Abmessungen im
Millimeter- und Submillimeter-Bereich sowie für
Anwendungen, die höchste Präzision und
Oberflächenqualität auch an größeren Bauteilen bis
500 mm Kantenänge erfordern. Um Präzisionsteile
im Nano- und Mikrobereich fertigen zu können, hat
KERN die Maschinen Pyramid Nano, die fünfachsige
Triton, die Evo, auch in unterschiedlichen
Automatisierungsstufen und als Turn-Key-Fertigung
im Programm. Lohnfertigung auf selbst
entwickelten Maschinen Am Produktionsstandort
Murnau hat Kern die Auftragsfertigung
konzentriert. Das Fertigungsspektrum umfasst die
Bearbeitung von Mikrobauteilen, die Fertigung von
Hochpräzisions- Bauteilen auf fünfachsigen
Fräszentren und Erodiermaschinen sowie das Flach-
und Koordinatenschleifen. Selbstverständlich
gehört dazu auch eine bestens ausgestattete
Qualitätssicherung mit hochwertigen optischen und
taktilen Messgeräten, die im Mikrometerbereich
zuverlässig messen können. Wie Thomas Mauer,
als Leiter des Bereichs µ-part verantwortlich für
die Mikroteilefertigung, in Murnau erläutert,
hängt der Erfolg bei der Präzisionsbearbeitung von
Mikrobauteilen wesentlich vom passenden
Zusammenspiel von Maschinen, Spannvorrichtungen,
Werkzeugen, NC-Programmen und der Erfahrung der
Bediener ab. „Mit DIXI haben wir die richtige Wahl
getroffen. Die Bohr- und Fräswerkzeuge von diesem
Hersteller liefern auf unseren Maschinen sehr gute
Ergebnisse hinsichtlich der Genauigkeit und der
Prozesssicherheit“, führt er aus. In Bezug auf
die Genauigkeit arbeiten die Mikrofertiger in
einer Welt mit eigenen Maßstäben. Da Toleranzen
immer als prozentuale Angaben zum Bezugsmaß
definiert sind, ergeben sich häufig maximal
zulässige Abweichungen im Bereich von 1 bis 2 µm.
Addiert man die möglichen Abweichungen des
Werkzeug-Spannsystems sowie in der Geometrie und
im Rundlauf der meist nur wenige zehntel
Millimeter im Durchmesser messenden Werkzeuge,
erkennt man die anspruchsvollen Forderungen nach
Genauigkeit. Bei den Bearbeitungszentren Evo und
Pyramid Nano von KERN tragen beispielsweise die
Monoblock-Bauweise, hydrostatische Führungen,
gekühlte Hochfrequenzspindeln und integrierte
Laser-Mess- systeme (Renishaw) zu einer hohen
Grundgenauigkeit bei. Werkzeugkonzept für
höchste Genauigkeit Bei den Werkzeugen muss
man sich allerdings auf die Fertigungsqualität
beim Werkzeughersteller verlassen können. Rolf
Hergert, bei DIXI für den Vertrieb in Deutschland
zuständig, erläutert sein Konzept beim Herstellen
der Werkzeuge, um diese hohen Genauigkeiten
einzuhalten: „Wir schleifen unsere Mikrobohrer auf
Toleranzen von 0 bis - 4 µ. So halten die damit
erzeugten Bohrungen selbst bei einem minimalen
Rundlauffehler der Maschine und der Spannzange
oder der HSK-Aufnahme noch die geforderten
Toleranzen.“ Selbstverständlich werden die
Werkzeuge vor dem Bearbeiten einzelner Geometrien
im Arbeitsraum der Bearbeitungszentren mit einem
Lasersystem gemessen. Dazu erläutert Mauer:
„Nur mit Laserlicht und automatisierten
Abläufen lassen sich die Mikrowerkzeuge prüfen.
Für den Maschinenbediener sind die kleinen
Werkzeuge im Arbeitsraum optisch kaum noch
wahrnehmbar. Auch akustisch lässt sich ein
korrekter Werkzeugeingriff nicht mehr erkennen.“
Mikrogeometrien mit µ-view sichtbar
gemacht Um zu gewährleisten, dass von Beginn an
beim Rüsten der Bearbeitungszentren nur
einwandfreie Werkzeuge eingesetzt werden, hat Kern
inzwischen das Visualisierungsgerät µ-view für
Mikrowerkzeuge entwickelt und realisiert. Damit
lassen sich die Stirn- (axial) und die
Nutgeometrien (radial) der Werkzeuge bei bis zu
500facher Vergrößerung am Bildschirm exakt
betrachten. Mit dieser optischen Kontrolle können
die Mitarbeiter fehlerhafte Werkzeuge, zum
Beispiel mit ungleichen Winkeln im Stirnanschliff,
ungenügenden Freiwinkeln oder – bei
Gewindewerkzeugen - schadhaften Flanken, sehr
rasch erkennen und aussortieren. Das vermeidet
Ausschuss und Stillstandszeiten in der Fertigung.
Zudem nutzen die Murnauer Lohnfertiger dieses
Gerät zur Eingangskontrolle. So können sie den
Werkzeugherstellern fundierte Angaben und
Dokumentationen über die Qualität der gelieferten
Werkzeuge vorlegen. Darüber hinaus lässt sich
damit das Verschleißverhalten von Werkzeugen über
deren Einsatzdauer protokollieren und
dokumentieren. Daraus erhalten die Lohnfertiger
zusammen mit den Werkzeuglieferanten erstmals
fundierte Angaben zu den Standzeiten
unterschiedlicher Werkzeuge. Insbesondere in der
Serienfertigung bei Losgrößen von mehreren hundert
bis mehreren tausend gleichen Bauteilen
entscheidet die auf dem Messgerät µ-view
dokumentierte Werkzeugkontrolle und -prüfung vor
und im Bearbeitungsprozess über Produktivität und
Wirtschaftlichkeit. Das gilt vor allem für größere
Serien, die bei Kern häufig in
unbeaufsichtigten Nacht- und Wochenendschichten
gefertigt werden. Interessanterweise zeigen
schon neue Werkzeuge Fehler, die mit dem
Visualisierungsgerät µ-view sicher erkannt
werden. Dies gilt unabhängig vom Lieferanten für
alle bei KERN genutzten Werkzeuge.
Mikrogewinde prozesssicher schneiden oder
wirbeln Wie Mauer erläutert, haben ihn die Bohr-
und Fräswerkzeuge von DIXI dermaßen mit ihren
technischen Vorteilen beeindruckt, dass er
zunehmend auch Gewindebohrer und
Gewinde-Wirbelwerkzeuge von DIXI einsetzt. Vor
allem erreicht er mit diesen Werkzeugen größere
Standmengen bzw. längere Standzeiten als mit den
ehemals benutzten. „Das ist speziell in der
Serienfertigung ein entscheidendes Kriterium bei
der Wahl der Werkzeuge,“ führt er weiter aus.
„Wollen wir auf unseren automatisierten
Fertigungsinseln wirtschaftlich bearbeiten, müssen
wir Stillstandszeiten verringern oder gar über die
Laufzeit eines Fertigungsloses komplett
eliminieren. Dies gelingt mit den Werkzeugen von
DIXI.“ Hinzu kommt ein weiterer Vorteil der
Mikrowerkzeuge des schweizerischen Herstellers.
Sie sind so exakt und scharf geschliffen, dass
gegenüber anderen, vergleichbaren Werkzeugen die
Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten häufig
wesentlich erhöht werden können. „Damit arbeiten
wir natürlich sehr viel wirtschaftlicher und
können manchen Auftrag gewinnen, den wir ansonsten
verloren hätten,“ beschreibt Mauer die Situation.
Meist nutzen die Murnauer Lohnfertiger
unbeschichtete Werkzeuge. Wegen der Vielfalt an
Werkstoffen, die bei einem Auftragsfertiger in
häufigem Wechsel zu bearbeiten sind, eignen sich
diese besser als die beschichteten Werkzeuge. Man
kann damit Stahl ebenso wie Kunststoffe (zum
Beispiel PMMA, PC, PA) und unterschiedlich
legierte NE-Metalle bearbeiten. Besonders bewährt
haben sich die Mikrogewindebohrer aus
Vollhartmetall von DIXI. Im Zusammenspiel mit den
hochpräzisen Maschinen von Kern werden damit
genauste Mikrogewinde gefertigt. Das
komplette Werkzeugspektrum aus einer Hand Auch
das umfassende Werkzeug-spektrum bei DIXI
überzeugte Mauer: „Wir bekommen bei einem
Hersteller beschichtete und unbeschichtete Bohr-,
Fräs- und Gewindewerkzeuge mit zwei, drei und vier
Schneiden ab 0,05 mm Durchmesser in Abstufungen
von 0,01 mm. Neben den Hartmetallwerkzeugen setzen
wir auf unseren Maschinen auch mit Diamant
bestückte Werkzeuge für die Glanzbearbeitung ein –
auch diese sind bei DIXI im Fertigungsprogramm.
Das ist speziell bei der Auftragsfertigung ein
echtes Plus. Wir sind für jede erdenkliche
Bearbeitung bestens gerüstet. Bei der
Lohnfertigung zählt diese Flexibilität, die
Auftraggeber heute nahezu wie selbstverständlich
erwarten.“ Zur hohen Verfügbarkeit der Werkzeuge
bei vertretbaren Kosten trägt auch der Service von
DIXI bei. Der Werkzeughersteller stellt dabei
die gesamte Palette an Werkzeugen in einem Lager
beim Kunden bereit. Monatlich werden nur die
verbrauchten Werkzeuge ergänzt und kaufmännisch
abgerechnet. So wird der Bestand anhand der
Verbräuche fortlaufend optimiert. Das minimiert
die Beschaffungs- und Logistikkosten, schafft aber
für den
Artikel erschienen in WT 117 auf Seite 48.
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