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Wenn sich Qualität und Optik einprägen sollen
Beschriftungen einrollen, das
ver-sprechen mittlerweile einige Unternehmen, die
Systeme für Markierungen an Bauteilen anbieten.
Fakt ist allerdings, das dies nach wie vor mit
Ritzmarkierwerkzeugen geschieht. Weil das Ritzen
aber als ein undefiniertes Verfahren gilt, so
teilweise geprägt oder auch Material abgetragen
wird, ist das nicht jedermanns Sache. Abhängig von
Druck und Material ist ein solches Vorgehen also
immer als grenzwertig zu betrachten. Aus diesem
Grund entwickelte das Unternehmen das
Rollprägewerkzeug Gravostar RB, das erstmals zur
AMB 2010 vorgestellt wurde und die
Weiterentwicklungen nun zur EMO 2011 präsentiert
werden. Rollprägewerkzeug mit einer
drehenden Prägekugel aus Hartmetall Das
Besondere an diesen „Gravierwerkzeugen“ ist eine
drehende Prägekugel aus Hartmetall mit einem
Durchmesser von einem Millimeter, die sich auf der
Werkstoffoberfläche abrollt und so eine definierte
prägende Beschriftung verspricht. Gegenüber dem
herkömmlichen mechanischen Gravieren wird so eine
einzigartige Qualität und Optik erzielt. Die
einfache und schnelle Auswechselbarkeit von
Verschleißteilen führt zudem zu einer äußerst
hohen Verfügbarkeit des Werkzeugs. Wenn man nun
aber von Werkzeug spricht, ist das in Bezug auf
Gravostar sicher eher untertrieben. Vielmehr
handelt es sich dabei um ein Werkzeugsystem, bei
dem die Rollprägekugel in einem Werkzeuggehäuse
axial federnd vorgespannt gelagert ist. Wird nun
mit der Prägekugel gegen eine Werkstückoberfläche
gefahren, baut sich ein definierter Vorspanndruck
auf. Bei Unebenheiten oder Maßabweichungen an
Bauteilen bringt das in der Praxis entscheidende
Vorteile. Einerseits lassen sich an Unebenheiten,
je nach Ausführung des Rollprägewerkzeugs bis zu 6
mm und selbst an Schrägen gleichmäßig tiefe
Beschriftungen durchführen. Anderseits entsteht
durch die definierte Verdichtung des Werkstoffes
keine Aufstauchung oder ein Trennen der
Materialfasern. Ein weiterer Vorteil des Systems
ist, dass es sich in herkömmliche Weldon- oder
Spannzangenhalter einspannen lässt und so in
Drehautomaten oder auch in BAZ keinerlei
Zusatzinstallationen erforderlich sind. Mit
Schaftdurchmessern von 12 mm für kleine
Drehautomaten bis hin zum RMB 20 sowie dem RB 20,
mit Schaftdurchmessern von 20 mm deckt man nahezu
alle Bereiche ab. Mittlerweile ist das
Rollprägewerkzeug in den Branchen der Luftfahrt,
Medizintechnik oder der Fahrzeugindustrie im
Einsatz. Sehr erfolgreich, denn bei einem großen
deutschen Automobilzulieferer beispielsweise, ist
das Werkzeugsystem bislang über 2.000 Minuten
reiner Beschriftungszeit am Prägen. Ohne Probleme
oder Verschleiß.
Artikel erschienen in WT 121 auf Seite 146.
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