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In Sekundenschnelle zu besonders glatten und verfestigten Oberflächen
Rollieren
ist ein Verfahren zum spanlosen Glätten und
Verfestigen von metallischen Oberflächen durch
eine oder mehrere Rollen mit einer senkrecht zur
Lauffläche gerichteten Kraft. Dabei werden
Hartmetall- oder Stahlrollen mit Druck über das
Werkstück geführt und verdrängen die
Oberflächenspitzen in die Randschicht. Auf diese
Weise verformen sich die Randschichten des
Bauteils plastisch und werden eingeebnet. Ziel ist
eine hohe Oberflächengüte für optimale Lauf-,
Dicht- und Fügeeigenschaften. Rollierte
Oberflächen zeichnen sich aus durch die geringe
Rautiefe bis Rz<1µm und einen hohen Traganteil
durch die günstige Plateaubildung. Da
Materialspitzen fehlen, sind rollierte Flächen
kaum abrasiv. Auch ergibt die sehr geringe
Glättungstiefe Rz einen hohen Traganteil. Die
deutliche Werkstoffverfestigung und Erhöhung der
Oberflächenhärte bringt erhöhte
Verschleißfestigkeit, weniger Neigung zu
Rissbildung und geringe
Korrosionsanfälligkeit. Andreas Hadler, Vorstand
der Baublies AG: „Das Rollier-Verfahren zeichnet
sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus, da eine
preiswerte Fertigung und sehr kurze
Bearbeitungszeiten bei gleichbleibend hoher
Qualität möglich sind. Durch die Fertigbearbeitung
in einer Aufspannung sind keine Sondermaschinen
notwendig, die Handhabung der Fertigung ist sehr
einfach, und es werden Transport-, Lager- sowie
Rüstkosten eingespart. Im Vergleich zu spanenden
Verfahren erfolgt eine deutliche Verbesserung der
Werkstoffkennwerte, wie Rauigkeit, Festigkeit,
Härte und
Verschleißfestigkeit.“ Rolliermaschine für
flexiblen Einsatz Die Baublies Rolliermaschine
RM 2/35 ermöglicht die Feinstbearbeitung von
Außendurchmessern zylindrischer Werkstücke von
unbegrenzter Länge in Durchmessern von 2 bis 35
mm. Andreas Hadler: „Mit ihrer Hilfe kommen
gleichzeitig alle Vorteile zum Tragen, die die
Rollier-Technik so wertvoll machen.“ Die Maschine
verfügt über einen Eigenvorschub sowie drei
Drehzahlstufen. Das ermöglicht stets die optimale
Anpassung an die zu bearbeitenden Werkstücke. Wird
etwa eine Welle in die RM 2/35 eingebracht,
durchläuft sie in Sekundenschnelle die
Rollierwalzen in ihrem Inneren. Aufgrund ihres
ergonomischen Aufbaus und ihrer kompakten
Abmessungen ist die RM 2/35 für den flexiblen
Einsatz innerhalb der Fertigung konzipiert –
beispielsweise im Verbund mit CNC-Maschinen. Die
Rolliermaschine ist einfach und komfortabel zu
bedienen: Der Solldurchmesser ist schnell
eingestellt und die Neigung in 30°-Schritten
blitzschnell justiert. Andreas Hadler: „Unsere RM
2/35 kombiniert Bearbeitungsgeschwindigkeit mit
optimaler Bearbeitungsqualität von hochwertigen
Bauteilen. Besonders in der Großserienproduktion
spielt sie ihre Vorteile aus.“
Artikel erschienen in WT 121 auf Seite 61.
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