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Rasche Hilfe bei Werkzeugbruch: Ausbohren im Schnelldurchgang Wirtschaftliche und leistungsfähige Alternative zum Erodieren
In vielen
Fällen stellt die Innengewindefertigung den
abschließenden Arbeitsprozess einer langen
Herstellungs-kette dar. Dementsprechend hoch ist
der Wert des zu bearbeitenden Werkstücks.
Werkzeugbruch treibt dann dem Zerspaner den
Adrenalinpegel in die Höhe, stehen doch zeit- und
kosten-aufwändige Nacharbeiten an.
Schlimmstenfalls ist das Bauteil Schrott.
Siegfried Nachreiner, Geschäftsführer der
Nachreiner GmbH: „Innengewinde werden
hauptsächlich durch Gewinde-schneiden oder
Gewindebohren herge-stellt. Vorteile dieses
Verfahrens sind die gute Prozesssicherheit, hohe
Produktivität und die vergleichsweise geringen
Werkzeugkosten. Trotz aller Vorsicht kann es
jedoch insbesondere bei langspanenden Werkstoffen,
etwa bei der Herstellung von Sacklochgewinden, zu
Problemen beim Späneabtransport kommen. Der
Gewindebohrer klemmt und bricht dann aufgrund der
Belastung ab.“ Eine gute und sichere
Technologie, abgebrochene Gewindewerkzeuge zu
entfernen, ohne das Werkstück zu beschädigen, ist
das Erodieren. Siegfried Nachreiner: „Das ist ein
bewährtes Verfahren. Aber oftmals muss das
Werkstück ausgespannt und sogar zum Erodierer
gebracht werden. Unterm Strich ist Erodieren daher
zeitaufwändig und teuer.“ Ausbohren im
Schnelldurchgang Eine wirtschaftliche
Alternative ist das Ausbohren mit dem speziellen,
gerade genuteten Gewindebohrer-Ausbohrer von
Nachreiner mit Spezialgeometrie und verstärktem
Kern. Die Funktionsweise ist einfach: Die unebene
Fläche des abgebrochenen Gewindebohrers wird mit
der passenden Größe des Nachreiner-Spezialbohrers
mehrmals kurz angefahren bzw. „angetippt“, um eine
Zentrierung zu erhalten. Bei Umdrehungszahlen
zwischen 1500 U/min und 3500 U/min bohrt dann
der Zerspaner im Trockenverfahren den Kern des
abgebrochenen Gewindebohrers mit gleichmäßigem
Vorschub durch mehrmaliges Entspänen
beziehungsweise „Lüften“ aus. Anschließend kann
er die Reste des kaputten Bohrers schnell und
rück-standslos entfernen. Der gesamte
Ausbohrprozess dauert maximal 2 Minuten.
Anschließend wird mit einem weiteren Gewindebohrer
ein neues Gewinde geschnitten. Die Standzeit des
Nachreiner Gewindebohrer-Ausbohrers beträgt je
nach Durchmesser bis zu 5 abgebrochene
Gewindebohrer. Im Gegensatz zum Erodieren ist kein
Ausspannen des Werkstücks erforderlich. Der
Gewindebohrer-Ausbohrer von Nachreiner ist
geeignet für alle HSS- und HSS-Co-Gewindebohrer
und einsetzbar in allen Materialien. Durch den
Sechskant am Schaft kann das Werkzeug in jedes
Bohrfutter passend eingespannt werden. Nachreiner
liefert ab Lager die metrischen Größen M 3 bis M
12.
Artikel erschienen in WT 122A auf Seite 74.
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