Beim
Zirkularstechdrehen von JEL GmbH wird das Prinzip
des Einstechdrehens auf einer Drehmaschine
umgekehrt. Nicht das Werkzeug steht still (wie
beim Drehen), sondern das Werkstück. Das Werkzeug
wird in das stillstehende Werkstück auf einer von
der Steuerung erzeugten zirkularen
Interpolationskreisbahn um das Werkstück geführt.
Dabei steht die Schneide an jedem Punkt der
Kreisbahn senkrecht zur Tangente des
Bohrungszylinders. Somit dreht sich das Werkzeug
während eines Kreisumlaufs um das Werkstück nur
einmal um die eigene Achse. Damit werden beim
Zirkularstechdrehen Oberflächen ohne die typische
Facettierung des Zirkularfräsens erzeugt. Dies
erfordert allerdings maschinenseitig entsprechende
mechanische und steuerungstechnische
Voraussetzungen. Anwendbar ist das Verfahren für
alle Innen- und Außeneinstiche sowie Nuten in den
unterschiedlichsten Werkstoffen. Bei der
Einstichbearbeitung sind je nach
Werkzeugausführung Rotationsgeschwindigkeiten von
120 U/min bis 360 U/min möglich. Die Vorteile
sind folgend : Drehprozess kann auf einem BAZ
(Bearbeitungszentrum) realisiert werden, stabile
Werkzeuge aufgrund der asymmetrischen Bauweise
auch bei einem ungünstigen
Umfang-Durchmesser-Verhältnis, bessere
Oberflächengüte als beim Fräsen, da Schneide
ständig im Eingriff, geringere Anfälligkeit für
Vibrationen, hohe Schnittzustellungen, schneller
Prozess und wirtschaftliche Produktion.