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Polymere dämpfen Schrumpffutter
Präzise Schrumpffutter haben sich am Markt etabliert. Ohne Störkanten, schlank und steif, wie sie sind, werden sie gerne eingesetzt, um hohe Oberflächengüten zu fräsen. Doch bei Bearbeitungsvorgängen mit großem Vorschub und großer Zerspanungstiefe treten gelegentlich Vibrationen auf, die durch die Drehzahl, den Eingriff der Schneide ins Material und das Eigenschwingungsverhalten der Maschine zustande kommen. Das steife Schrumpffutter überträgt sie auf die Werkstückoberfläche, wo sie leicht zu Rattermarken führen können. Um dies zu verhindern, hat Haimer ein schwingungsgedämpftes Spannfutter entwickelt.
Über das eigentliche Schrumpffutter ist dabei eine Stahlhülse gestülpt, in die ein Kunststoff eingearbeitet ist. Durch die nachgebende Eigenschaft des Kunststoffs werden bei der Bearbeitung auftretende Schwingungen größtenteils absorbiert und nicht auf das Futter und den Fräser übertragen. Der Kunststoff nimmt dabei die Schwingungsenergie auf, ohne die Präzision der gesamten Werkzeugaufnahme zu beeinträchtigen.
Das theoretische Wissen um das Dämpfungsverhalten des eingesetzten Kunststoffes haben zahlreiche Versuche und Praxistests bestätigt, in denen bei der Schruppbearbeitung exzellente Oberflächen entstanden sind.
Artikel erschienen in WT 87 auf Seite 29.
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