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WALTER stellt Interims-Fertigung in Weilheim der Presse vor
Inzwischen sind auch 50 von 100 Mitarbeitern nach Tübingen zurückbeordert. Die restlichen Mitarbeiter sollen bis Juni von den WALTER-Tochtergesellschaften in Como (Italien) und Wien zurückkehren. Dorthin waren sie nach dem Brand beordert worden. Bis Ende Juli werden in den Interimsstandort Weilheim mit seinen 5.200 Quadtratmeter Gesamtfläche zirka 23 Millionen Euro fließen. Die Produktion in Weilheim ist jedoch nicht von Dauer: Schon bis Mitte 2007 soll die gesamte Körper-Fertigung ins Stammwerk nach Tübingen zurück verlagert werden.
Alles in allem plane der Werkzeugspezialist laut Witteczek 2006 noch weltweit Investitionen von rund 70 Millionen Euro, 50 davon an den Standorten Tübingen, Münsingen und Weilheim. Auch die Mitarbeiterzahl will WALTER noch in diesem Jahr auf weitere 160 erhöhen - zirka 50 werden es in Deutschland sein. “Wir erreichen bis Ende 2006 wieder die 2000-Grenze an Mitarbeitern wie wir sie bereits vor dem Verkauf der Maschinenbausparte an die Schleifring Gruppe bereits einmal hatten”, zeigt sich der WALTER-Chef optimistisch. Die beiden niedergebrannten Hallen im Stammwerk Tübingen-Derendingen werden nicht mehr aufgebaut. Die Fläche soll begrünt werden und künftig den Beschäftigten in Erholungspausen zur Verfügung stehen.
Trotz des verheerenden Brandes Anfang des Jahres hat die WALTER AG quasi Glück im Unglück gehabt. So kann jetzt aufgrund der ohnehin erforderlichen Neustrukturierung der Fertigung die Wendeschneidplattenproduktion komplett im Werk in Münsingen zusammengefasst werden. Peter Witteczek dazu: “Schon länger hatten wir die Verlagerung der gesamten Wendeschneidplattenfertigung nach Münsingen ins Auge gefasst, es aus Kostengründen jedoch stets verschoben.” In Münsingen hat WALTER unmittelbar neben dem bestehenden Wendeschneidplattenwerk ein 40.000 Quadtratmeter großes Grundstück erworben. Zu einer bestehenden Fertigungshalle mit 7.500 Quadtratmeter Produktionsfläche kommen nochmals zwei Hallen mit der gleichen Fläche hinzu. Der Bau habe schon begonnen.
Artikel erschienen in WT 93 auf Seite 24.
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