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Werkzeugpower für den Kraftswerkssektor bei der WALTER AG
Das Programm war hochkarätig besetzt. Experten aus Wissenschaft und Praxis berichteten in Vorträgen über den Werkzeugeinsatz von der Schaufelfertigung bis zur Gehäuse- und Rotorenherstellung. Gast-Vorträge lieferten Prof. Dr. Klaus Weinert, Leiter des Instituts für Spanende Fertigung an der Universität Dortmund, sowie Prof. Dr. Josef Scherer, Leiter des Technologiezentrums bei ALSTOM.
Prof. Weinert vom ISF ging in seinem Vortrag auf “schwerzerspanbare Werkstoffe” ein. Er verwies darauf, stets den gesamten Zerspanungsprozess zu betrachten: “Zerspanbarkeit ist eine Systemgröße. Das System Zerspanung ist dem Werkstoff anzupassen.” Um optimale Ergebnisse bei der Zerspanung zu erreichen, sei die Einbindung von Simulationsverfahren von großem Vorteil, beim Fräsen von Freiformflächen gar unumgänglich, um die exakte Spanungsform zu berechnen. Als Beispiel zeigte Prof. Weinert die Analyse der Formabweichungen bei einem Schaufelgesenk.
Weitere interessante Vorträge boten Matthias Fleischer, Produktmanager von Maschinenbauer Waldrich-Coburg, und Udo Kurth, Prokurist der Schweizer StarragHeckert. So berichtete Matthias Fleischer über die spezifischen Anforderungen eines Großmaschinenherstellers für die Kraftwerksindustrie. Im Mittelpunkt seines Vortrages stand dabei die Gehäuse- und Rotorenfertigung. Udo Kurth von StarragHeckert ging auf zeitgemäße Maschinenkonzepte ein. “Das Werkstück ist der Ursprung der Konzeption”, so Udo Kurth. Er demonstrierte an sechs Beispielschaufeln, wie sich deren Bearbeitung unmittelbar auf das Maschinenkonzept auswirkt.
Artikel erschienen in WT 93 auf Seite 30.
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