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Kopier-Planfräser FormMasterPro für den Werkzeug- und Formenbau
Die
Fräser sind als Einschraub- und Aufsteckfräser für
Nenndurchmesser von 32 bis 160 mm mit vier
verschiedenen Geometrien und in vier
Hartmetallqualitäten lieferbar. Werkzeuge bis 80
mm Durchmesser verfügen über eine innere
Kühlmittelzufuhr. Herausragende Merkmale der
neuen Kopier-Planfräser sind ihr sehr ruhiges
Fräsverhalten beim Schruppen auch unter labilen
Bedingungen und die gute Spanabfuhr beim Fräsen
von tiefen Taschen mit Auskragungen 3 x D.
Basis dieser Charakteristik ist die Einbaulage
der Wendeschneidplatten von 0°, sowohl axial als
auch radial. Daraus resultiert ein sehr stabiler
Plattensitz, und aufgrund der positiven
Spanleitstufe entsteht ein extrem weicher Schnitt,
der die radialen Kräfte sehr gut aufnimmt und
besonders bei leistungsschwachen Maschinen zu
überzeugenden Fräsleistungen führt. Zum Einsatz
kommen runde Platten mit und ohne Wellenprofil.
Sie sind in vier Hartmetall-Qualitäten lieferbar:
dem Feinkornsubstrat IN2005 mit
TiAIN-Beschichtung, dem Mehrbereichssubstrat
IN2015 mit sehr guten Verschleißeigenschaften und
TiAIN-Beschichtung, dem sehr zähen Substrat IN2030
ebenfalls mit TiAIN-Beschichtung zum Bearbeiten
verschiedener Materialien sowie dem
Feinkornsubstrat IN05S für die unbeschichtete,
polierte Alu-Wendeschneidplatte. Durch das
umlaufende Wellenprofil wird der Span in
Kommaspäne gebrochen die sich selbst bei tiefen
Kavitäten einfach mit Druckluft aus dem
Bearbeitungsbereich entfernen lassen. Ein weiterer
Pluspunkt neben dem vibrationsarmen Verhalten der
Fräser sind die geringen radialen Kräfte. Zusammen
mit der positiven Geometrie und dem extrem weich
schneidenden Werkzeug ergibt sich eine geringe
Leistungsaufnahme - bis zu 50 Prozent bei gleichem
Spanvolumen - und dadurch ein sehr ruhiges
Fräsverhalten. Auch bei weit auskragenden
Werkzeugen bis 5 x D kann mit einer Schnitttiefe
von ap = 2 bis 5 mm gearbeitet
werden. Überzeugende Leistungen bei Stählen
und Aluminium Beim Zerspanen von Aluminium
erlaubt die unbeschichtete, polierte Schneide bei
Zustellungen bis 8 mm ein sehr hohes Spanvolumen
bei geringer Leistungsaufnahme der Maschine. Ein
Beispiel dafür ist das Fräsen von AlMg4 bei
z-konstant mit folgenden Schnittdaten:
Schnittgeschwindigkeit vc = 1 000 m/min, Vorschub
fz = 0,2 mm, Zustelltiefe ap = 5 mm. Der
Kopier-Planfräser FormMasterPro mit 80 mm
Durchmesser erreicht im Dauerbetrieb ein
Zeitspanvolumen von Q = 1 450 cm³/min. (Bild
2) Bei labilen Bauteilen kann die
Prozesssicherheit herkömmlicher Eck- oder
Planfräser oft nicht überzeugen. Hier bietet der
FormMasterPro deutliche Vorteile auch hinsichtlich
der Vibrationsreduzierung. Beim Planfräsen eines
geschweißten Siebtisches aus Werkstoff 1.4571
gewährleistet ein Fräser mit 63 mm Durchmesser bei
vc = 200 m/min, fz = 0,2 mm und ap = 2 mm die
gewünschte Schnittleistung und Prozesssicherheit.
(Bild 3) Die hohe Prozesssicherheit und den
ruhigen Fräsverlauf der Baureihe FormMasterPro
beweist auch ein Fräser mit 66 mm Durchmesser
beim Schruppen einer 350 mm tiefen Rechtecktasche
in einen Verschiebetisch aus 25CrMo4. Bei vc = 180
m/min, fz = 0,2 mm und ap = 2 mm wurde die Tasche
in der vorgegebenen Zeit von etwa 120 Minuten
herausgearbeitet. (Bild 4) Für die Lösung der
unterschiedlichen Fräsaufgaben ist neben der Wahl
des Werkzeugs auch die aufgabenorientierte
Strategie von entscheidender Bedeutung. Erst die
Kombination beider Faktoren, ergänzt durch das
Know-how des Werkzeuglieferanten, gewährleistet
ein prozesssicheres Arbeiten und sichert dem
Anwender die erwarteten Zeit-, Qualitäts- und
Kostenvorteile.
Artikel erschienen in WT 98 auf Seite 60.
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