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Gewindeschneiden durch Fräsen von schwer zerspanbaren Werkstoffen
DIXI
Polytool S.A. hat mit der Entwicklung eines
gesamten Werkzeugsortiments zum Gewindeschneiden
durch Fräsen von hartnäckigen Werkstoffen einen
neuen Durchbruch erzielt. Das Gewindeschneiden
dieser Materialien war bis dato tatsächlich nicht,
oder nur sehr schwer mit klassischen
Gewindefräsern oder Gewindebohrern durchführbar.
Für den Einsatz dieser Gewindewirbler
unterscheidet man zwei Bearbeitungsarten: A)
Das Werkstück ist fixiert und das rotierende
Werkzeug führt eine spiralenförmige
Vorschubewegung aus: Das klassische
Gewindefräsen ist heutzutage weit verbreitet,
sowohl mit Hilfe von geradverzahnten als auch mit
Spiralgenuteten Gewindefräsern. Mochte man diese
Werkzeugart in schwer zerspanbaren Werkstoffen wie
Titan, rostfreie Stähle, Inconel oder Nimonic
einsetzen, so muss das Gewinde in mehreren
Durchläufen bearbeitet werden. Trotzdem blieb die
Standzeit des Werkzeugs gering. Für Werkstoffe mit
einer Härte 60 HRC war dieser Vorgang sogar in
mehreren Zustellungen fast unmöglich. Von nun an
können diese Gewinde, in hartnäckigen Werkstoffen
leicht durchgeführt werden. Voraussetzung: -
Programmierung Spiralförmig - Einstaz von
Gewindewirblern. Der Hauptvorteil dieses
Werkzeugtyps, der nur über zwei Gewindesteigungen
(oder Profile) verfügt, ist die Bearbeitung der
Gewinde mit deutlich weniger Schnittdruck im
Vergleich zu klassischen Gewindefräser. Die
Programmierung des Werkzeugs ist sehr einfach. Das
Werkzeug bewegt sich von oben nach unten
(gegenläufige Bearbeitung) oder von unten nach
oben (gleichläufige Bearbeitung), je nach
Einschränkungsgrad der Bearbeitung und
Zerspanbarkeit des Werkstoffs. Beispiele: 1)
Bearbeitung einer hitzebeständigen Legierung,
Nimonic: DIXI 1730 M4 x 0.70, Tiefe 6mm:
225 gegenläufig bearbeitete Gewinde in einer
einzigen Zustellung (n = 5’000 U/min, Vc = 50
m/min, fz = 0.007 mm). 2) Bearbeitung von
feuerfestem, warmfestem Stahl (STABLOY – Cr 17% -
Mn 18% - 35HRC) : DIXI 1730 M8 x 1.25, Tiefe
16 mm : 150 gleichläufig bearbeitete Gewinde in
einem Durchlauf (n = 750 U/min, Vc = 15
m/min, fz = 0.03 mm). 3) Bearbeitung eines
gehärteten Stahls 54HRC : DIXI 1730 M4 x 0.70,
Tiefe 6 mm: 130 gegenläufig bearbeitete Gewinde in
einem Durchlauf (n=2’250 U/min, Vc = 23m/min,
fz = 0.003 mm). 4) Feinbearbeitung in einem
Inox-Stahl 316L : DIXI 1730 M1 x 0.25, Tiefe 1.80
mm: 500 gegenläufig bearbeitete Gewinde in einem
Durchlauf (n = 20’000 U/min, Vc = 45 m/min, fz =
0.0004 mm). B) Das Werkstück dreht sich und das
rotierende Werkzeug bewegt sich in linearer
Interpolation: Diese Bearbeitungsmethode wird
hauptsächlich auf Maschinen mit mobilen
Spindelstöcken, so genannten
Automatendrehmaschinen, angewendet. Siehe Skizze
oben. Die Innengewinde auf
Automatendrehmaschinen, in schwer zerspanbaren
Werkstoffen können in Zukunft durch Fräsen mit
verschiedenen Typen von Gewindewirblern
hergestellt werden. Es gibt einerseits Modelle mit
1 Gewindesteigung und nur 1 Zahn (DIXI 1739) und
andererseits Modelle mit 2 Gewindesteigungen und
mehreren Zähnen (DIXI 1730, 1731, 1735 und 1736).
Dank der neuen Produktpalette verbessert DIXI
Polytool bedeutend die Bearbeitungsqualität der
Innengewinde, insbesondere durch Beseitigung
jeglicher Gratbildung zwischen dem
Innendurchmesser und dem
Gewindeprofil. Beispiele: 1) Gewinde M 1.40 x
0.30 für Zahnimplantate aus Titan Grad 4: DIXI
1730 M1.40 x 0.30, Tiefe 2.40mm: 1´500
bearbeitete Gewinde in einem Durchlauf (n= 23’000
U/min für das Werkzeug und 30 U/min für den
Werkstücksspindelstock). 2) Gewinde M8 x 1.00
für Rückenimplantate aus Titan Grad 5 (1000 N/mm²)
: DIXI 1730 M8 x 1.00, Tiefe 5.00mm : 4´500
bearbeitete Gewinde in nur einem Durchlauf
(n=3´200 U/min für das Werkzeug und 20 U/min für
den Werkstücksspindelstock). Zusammenfassend
kann man sagen, dass das Gewindewirbeln das
Gewindeschneiden bzw. das Gewindebohren nicht
ersetzen wird. Im Gegenteil: diese Technik steht
für einen sich stark entwickelnden Markt, der es
nun ermöglicht, Lösungen auf gewisse Probleme des
Gewindeschneidens zu finden, welche in der
Vergangenheit kaum lösbar waren.
Info DIXI Polytool S.A.; Welche
Zukunftsperspektiven hat der Werkzeugkonzern? •
DIXI Polytool wird weiterhin in seine selektive
Wachstumsstrategie investieren, die auf
Nischenmärkte mit Wachstumspotential ausgerichtet
ist. Der Bereich der Lösungen "nach Maß"
(Spezialwerkzeuge) wird im Laufe der nächsten
Jahre mit hohen Investitionen für die Entwicklung
ausgestattet werden. • Die F&E- und die
Marketingabteilung werden einen zentralen Platz in
der Wachstumsstrategie des Unternehmens einnehmen.
Im Bereich der F&E wird die Zusammenarbeit mit den
Forschungszentren und den Universitäten noch
verstärkt werden. • Dies wird die
kontinuierliche Einführung von Neuheiten mit sich
bringen und somit das Wachstum fördern. Produkte
auf dem absteigenden Ast scheiden aus. • Das
eigene Verkaufsnetz wird mit der Einstellung von
neuen Fachverkäufern ausgebaut werden. Die
wichtigsten Agenten, die in die DIXI Marke und in
deren Produkte inves-tieren, können auf volle
Unterstützung zählen. • Anstrengungen werden
auch in Richtung der neuen Märkte, wie der
Ostländer, der Türkei und Indien unternommen. Die
in Hong Kong eingeführte Struktur muss verstärkt
werden, um ganz Südostasien abzudecken. • Die
Wachstumsanforderungen an das Unternehmen in
wirtschaftlich gesehen "normalen" Jahren betragen
10 %. • Ein externes Wachstum ist nicht
ausgeschlossen, doch es stellt keinen Selbstzweck
dar. Lediglich Unternehmen, die über Produkte mit
Mehrwert verfügen und die sich in unsere selektive
Entwicklungsstrategie eingliedern, können in
Betracht gezogen werden.
Artikel erschienen in WT 99 auf Seite 80.
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